Aufgaben und Dienstleistungen der Krankenhaushygiene

Hygiene ist die Lehre von der Gesunderhaltung des Einzelnen und der Allgemeinheit, sie schließt die Vorbeugung gegen Gesundheitsschäden als auch die Förderung der Gesundheit mit ein. Sie ist ein wichtiger Bestandteil für die Qualität eines modernen Krankenhauses. Im Mittelpunkt steht die Betreuung aller Einrichtungen des Marienhaus Klinikum und deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Fragen der Infektionsprävention und der Krankenhaushygiene. Die Krankenhaushygiene ist in die Durchführung von Fortbildungen für Beschäftigte des Klinikum eingebunden.

Eine aktuelle Pressemitteilung des Robert-Koch-Instituts in Berlin lautet:

„Die Gesundheitsrisiken sind dabei, sich grundlegend zu verändern. Die Alterung der Gesellschaft mit einer starken Zunahme von Demenzerkrankungen, Depressionen und Krebs stellt uns vor neue Herausforderungen. Das gilt auch für den Umgang mit dem steigenden Anteil an übergewichtigen, herzkreislauf- oder diabeteskranken Menschen.

Hinzu kommt eine zunehmende Ausbreitungsgefahr von Infektionskrankheiten, verbunden mit einem neuartigen Erregerspektrum, als Folgen von Globalisierung und Klimawandel, sowie zunehmende Antibiotika- Resistenzen. Daher müssen die Konzepte für Gesundheitsvorsorge und Krankheitsbekämpfung angepasst werden“.

Ziel der Krankenhaushygiene ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern. Dabei ist die Mitwirkung und Zusammenarbeit aller an der medizinischen Versorgung beteiligten Personen und zuständigen Einrichtungen unter Beachtung der Eigenverantwortung der Träger zu gewährleisten (gem. § 1 Infektionsschutzgesetz).

Die praktische Umsetzung im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Saarlouis erfolgt beispielsweise durch: 

  • standardisierte Vorgehensweisen bei drohenden Ausbrüchen von z. B. Noro- Virus- Epidemie, Influenza, Pandemie. Hier existieren definierte Maßnahmen-Kataloge „Ausbruch-Management“, welche sofort in Absprache mit dem Gesundheitsamt umgesetzt werden.
  • Beteiligung an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen (z. B. KISS), welche es ermöglichen, einen bundesweiten Vergleich der Krankenhäuser durchzuführen.
  • Beteiligung am Projekt „MRSAaar- Netzwerk“ des Gesundheitsministeriums des Saarlandes und der Universitätsklinik Homburg. Bei definierten Risikopatienten nutzen wir die Möglichkeit eines MRSA- Schnelltests um frühzeitig über die Notwendigkeit von Isoliermaßnahmen und Therapie entscheiden zu können.
  • Regelmäßige Informationen durch das Hygiene-Team u. a. anlässlich des jährlichen „Tages der offenen Tür“, sowie der Aktionen „Wir gegen Viren“, Aktion „Saubere Hände“ und Ähnlichem.

Den personellen Kern dieses Bereiches bildet ein Team bestehend aus speziell ausgebildeten Hygienefachkräften, hygienebeauftragten Ärzten, die von einem Krankenhaushygieniker und einem Speziallabor unterstützt werden.

Um den vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, ist eine Verbindung mit nahezu allen Bereichen des Krankenhauses notwendig und unabdingbare Voraussetzung für wichtige hygienerelevante Abläufe.

Unser Ziel ist es, für Sie das Risiko möglicher Komplikationen während des Krankenhausaufenthaltes so gering wie möglich zu halten.

Ihre Ansprechpartnerinnen im Marienhaus Klinikum St. Elisabeth Saarlouis sind:

Wanda Schäfer         Hygienefachkraft:       06831 16 1673

Rosi Weber               Hygienefachkraft        06831 16 1671

E-Mail:                        w.schaefer(at)sls.marienhaus-gmbh.de
                                   r.weber(at)sls.marienhaus-gmbh.de